Das DzogOrg Institut

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Das DzogOrg Institut wurde am 14. Mai 2005 in Kathmandu/Nepal gegründet. Es verbindet die Tantra-Lehren des Dzogpachempo mit der Sexualökonomie Wilhelm Reichs. Sein Sitz ist in Deutschland, im ländlichen Nümbrecht, Haus- der Institute- Dr. Hermann Trettin. Die Öffentlichkeitsarbeit findet in Köln statt.

Das Wilhelm Reich OrgonInstitut Deutschland das der Wilhelm Reich Akademie angegliedert ist, verbleibt in seiner Ursprünglichkeit der traditionellen Orgonomie.

Dasselbe gilt für das tibetische Institut Gyurme Gyamtso Ling der Kagyüpa und Nyingma- Tradition. Auch hier wird ursprüngliche Tradition gewahrt.

Alle Verbindungsansätze in Richtung eines Ost-West-Dialogs gehen jetzt auf die neu gegründete Dzogorg Institution über.

Die dialektische Entwicklung bleibt nie stehen. So entstanden aus den verschiedenen Übertragungslinien die vier tibetischen Schulen der Rimebewegung und aus der Psychoanalyse und des dialektischen Materialismus die Sexualökonomie, die später nach der Entdeckung der Lebensenergie Orgon in Orgonomie umbenannt wurde.

DzogOrg fasst diese beiden Bewegungen zusammen und glaubt damit das Beste aus dem Westen mit dem Besten des Ostens in einen Zusammenhang zu bringen.

Erste Überlegungen dazu gab es bereits Mitte der 70er Jahre. Doch die Erfahrungen waren noch zu neu und bedurften einer längeren Zeit der Überprüfung. Erst nach der Erfahrung mit Orgontherapie (jetzt Orgontraining) und einer tantrischen 3 Jahres-Meditationszurückziehung gab es die ersten praktischen Ansätze einer qualifizierten Verbindung. Trotzdem sollten noch weitere 16 Jahre vergehen bis zur Gründung einer eigenen Institution.

In der Zwischenzeit zeigte sich die Schwierigkeit sowohl sexualökonomisches Wissen in die tibetischen Lehren -, als auch tantrische Psychologie in die Orgonomie einzuführen.

Beide Gruppierungen werden von Traditionalisten dominiert. Deshalb muss nichts verändert werden, bis eine Verbindung der Identitäten offensichtlich wird und die Menschen danach greifen. So wird ein Erfolg dieses Ansatzes möglicherweise erst der Zukunft vorbehalten bleiben.

Biologische und neurologische Energetik und Psychologie sind Eckpfeiler der menschlichen Existenz. Sie gehen stets zusammen, ob erkannt oder unerkannt.

Die Befriedigung beider Bedürfnisse- in seiner libidinösen Entwicklung geschützt zu sein und die Freiheit das eigene Selbst erkennen zu können sind die Grundfeiler des Friedens, den es ohne sie nicht gibt. Rationale Produktion und Verteilung der Güter muss hinzutreten.

Innerhalb der Sexualökonomie und den Tantras gibt es Identitäten und Gegensätze. Gemeinsam ist beiden das Energieprinzip, sowie der Entzug von Energie aus den symptomatischen Bereichen.

In der Sexualökonomie ist es die Lösung der segmentären Muskelbereiche, in denen sich neurotische Fixierungen verborgen halten. Diesen Muskelsegmenten wird Orgonenergie entzogen.

Im Tantra wird die Erleuchtungsenergie Rigpa gegen die geistigen Fixierungen an eine nicht wirkliche Existenz (Verblendung) eingesetzt.

Beide Systeme verstehen sich final, arbeiten aber praktisch kausal, also stufenweise.

Die Besonderheit im Dzogorg ist, dass es vor den tantrischen Vorbereitungen (Ngöndro) eine weitere Vorbereitung gibt, dass sind 10 Stunden Orgontraining. Diese Vorbereitung soll sicherstellen, dass tantrische Übungen nicht auf der Basis neurotischer Prozesse stattfinden. Flucht in den religiösen Bereich ist oft nur eine Lebensflucht, denn in der Religion gibt es nichts Reales und deshalb ist sie für Erregungs- und Fluchtprozesse gut geeignet. Der tibetische Lama Chögyam Trungpa Rinpoche nannte das den spirituellen Materialismus, der einen Negativbegriff darstellt.

Psychologie ist der Inhalt des DzogOrg. Einerseits die libidinöse Psychologie des Westens, andererseits die spirituelle Psychologie des Ostens.

Östliche Psychologie sagt uns, dass wir unser wirkliches Sein erarbeiten müssen. Es ist von Geburt an verdeckt durch die Fixierung an Geistesgifte und deren Ursprung der Unwissenheit über die wirkliche Natur unseres Geistes. Die Geistesgifte stellen in der Sprache der Sexualökonomie eine sekundäre Ebene dar.

Dzogchen, das System der bereits großen Vollendung wurde, soweit wir wissen, bereits vor der Geburt des Buddha Sakyamuni von Garab Dorje gelehrt. Der grundlegende Text heißt Das Treffen der Essenz in 3 Worten. Bis in die heutige Zeit ist der tibetische Buddhismus der Vertreter dieser Lehre.

Während der ursprüngliche Text tatsächlich aus 3 Sätzen besteht, legte erst der Buddha diesen Sinn philosophisch in seinen 4 Belehrungen aus:

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Die Hauptleiden sind charakterisiert durch

Die Leiden werden unterteilt in manifestes Leid, subtiles oder tendenziöses Leid, und grundlegendes immer anwesendes Leid. Letztendlich müssen wir alles verlassen, unseren Körper, unsere Freunde und unser Hab und Gut.

Handlungen werden nicht nur ausgeführt, sondern hinterlassen in unserem Geist einen Abdruck, der nach dem Tod, wenn der Geist keinen Körper mehr hat, anfängt ein Eigenleben zu führen, wie der Traum im Schlaf.

Die Tochter des Psychoanalytikers Wilhelm Reich, Eva Reich, nennt das die Erinnerungskassetten.

Die Projektion des Festhaltens an einer solchen nicht wirklichen Existenz wird Samsara, der Kreislauf des Leidens genannt.

Hier scheiden sich 2 Anschauungen. Der Materialismus besagt, dass Leben nur eine materielle Anordnung ist und der Geist nur eine Abfolge neuroelektrischer Impulse.

Die andere Auffassung besagt, dass Intelligenz grundlegend für alles ist und somit ist die Spiritualität Grundlage aller Dinge.

Leben ist Licht und stirbt nie. Licht bringt Erscheinungen hervor, die, wenn sie nicht als das erkannt werden was sie sind zum Klammern führen, Negativität hervorbringen und letztendlich zu Paranoia führen- der Hölle des eigenen Geistes.

Tantra ist die schnellste Methode diesen Prozess umzukehren. Tantra verlangt keine Askese. Es arbeitet mit allen Mitteln der Verwirrung und entzieht ihr den Boden.

Damit arbeitet sie mit den selben Methoden wie die sexualorientierte Psychoanalyse, die dem neurotischen Symptom ebenfalls den Boden entzieht.

Hier liegen die Identitäten bezüglich der Sexualökonomie und des Tantra.

Mystizismus ist oft eine Lebensflucht. Man möchte sich in einem Himmel fühlen, erhaben und göttlich sein. Doch die wirkliche Befreiungsarbeit ist hart und mehr Arbeit als Wellness.

Spirituelle Wellness führt früher oder später zum Scheitern, weil man sich an einen spirituellen Materialismus klammert, der eine primitive Glaubensfrage ohne Wissensgrundlage wird.

Die in unserer Kultur erworbene Neurose geht auch in den spirituellen Prozess ein. So glaubt man ein Guru wüsste alles, hat immer recht oder aber was man erlebt wolle der Guru. Das ist neurotisches Denken.

Die Lösung geistiger Fixierung setzt voraus, dass man sich zuerst von der libidinösen Fixierung befreit- das heißt man wird zuerst ein psychisch gesunder Mensch.

Die Sexualökonomie entstammt der Sexualtheorie Sigmund Freuds. Dr. Wilhelm Reich entdeckte die Libido als Lebensenergie, die durch die kindliche Sexualunterdrückung das neurotische Symptom des späteren Erwachsenen erzeugt.

Das Orgontraining befreit die gebundene Energie. Aus neurotischen Gründen muss man dann nicht mehr zur Spiritualität flüchten, die oftmals nur verkappte Sexualangst ist.

Um Tantra, den Weg der Transformation zu gehen, braucht es die speziellen tantrischen Vorbereitungen, das Ngöndro.

Es besteht aus 4 Übungen (Zufluchtnahme, Geistreinigung, Mandalaopferung, GuruYoga) die jeweils 100.000 mal ausgeübt werden. Diese Übungen geben dem Geist Stabilität.

Erst dann arbeitet man mit einer psychologischen Energieform, dem Yidam.

Der Yidam beinhaltet die Transformation von Körper, Sprache und Geistkonzepten.

Kern der Praxis ist das Mahamudra oder Dzogchen, die Erkenntnis der Natur des eigenen Geistes in seiner ursprünglichen nackten Form.

Die Tantras sagen, wenn man die Natur des Geistes erkannt hat, kann man in Wasser nicht mehr ertrinken und von Feuer nicht mehr verbrannt werden.

Die Besonderheit im DzogOrg liegt darin, dass man vor dem Ngöndro mindestens 10 Stunden Orgontraining durchläuft, bevor man mit dem Mahamudra Ngöndro beginnt.

Auch andere Lamas wie beispielsweise Akong Rinpoche in Schottland haben damit angefangen Therapien zu kreieren, damit die Neurose nicht unsinnig in den spirituellen Prozess hineingetragen wird.

Beginn der Praxis ist die Übertragung in die Wirklichkeit des Geistes, die rituelle Zuflucht, die nur ein Lama (wie ich) geben kann.

Sie wird vom Lehrer (in meinem Fall Tenga Rinpoche) auf den Schüler nach seinem Lamaretreat übertragen und der Schüler kann dann seinen Schülern die Zuflucht geben.

Aufgaben des DzogOrg Instituts

Über den Orgon-Lama, Rangjung Dorje - Lama John

Rangjung Dorje erhielt seine Zuflucht 1977 vom 16. Karmapa. Sein Name Rungjung Dorje (ebenfalls der Name des 3. Karmapas der Mahamudra und Dzogchen verband) wurde ihm von Jamgon Kongtrul Rinpoche gegeben. 9 Jahre war er Privatfahrer von Tenga Rinpoche, bei dem er studierte, Ermächtigungen erhielt und unter dessen Leitung er sein 5 Jahresretraet durchführte, dass er mit dem Titel eines Lamas abschloss. Für die letzten 6 Monate seines Retreats erhielt er die Einführung in Dzogchen von Sogyal Rinpoche und praktizierte das Tsik Sum Nedek, die Kernessenz des Dzogchen, die höchste Lehre des tibetischen Buddhismus über 6 Monate.

In seinem Retreat praktizierte er hauptsächlich seinen Yidam, die weiße Tara und realisierte die Höchstanzahl der Mantrarezitation von 10 Millionen, von der gesagt wird, dass sie alle Verdienste und Realisierungen hervorbringen wird. Der Karmapa gab ihm sein eigenes Zentrum- Karma Gyurme Gyamtso Ling. Er erhielt alle Einweihungen der Kagyüpa Linie (Kagyü Ngagdzö) von Jamgon Kongtrul Rinpoche und studierte weiter bei Dzongsar Khyentse Rinpoche, dessen Retreatplätze er 2005 in Sikkim, Indien besuchte. Dzongsar Khyentse ist die Inkarnation von Jamyang Khyentse Chökyi Lodrö, der in Tibet als Meister der Meister bekannt war und alle tantrischen Linien der vier Schulen hielt. 1990 dokumentierte Lama John Dilgo Khyentse in Frankreich und produzierte den Film "Gap". 2005 gründete er in Kathmandu das DzogOrg-Institut, das seinen persönlichen Ansatz repräsentiert.

Von 1974-1981 lernte er bei dem Co-Direktor des Orgone Instituts Wilhelm Reichs (Funktion des Orgasmus) und bekam 1989 zusätzlich von dem renommierten Therapeuten Bob Morris den Auftrag eine Sozialtherapie ins Leben zu rufen. 1994 gründete er das Wilhelm Reich OrgonInstitut, dass die Lebensenergie weiter erforschte und das Forschungsprojekt Orgonpraxis startete.

DzogOrg ist der eigene Bereich des Orgon-Lamas, seine eigene Identität und seine Arbeit.

Der Lama nimmt Kandidaten zur Schülerschaft an, wenn sie seine Zustimmung finden und seine Kriterien erfüllen.

Er kann die Zuflucht des Buddha geben, die Schutz und Entwicklung sicherstellt.

Obligatorisch ist jedoch das Orgontraining, das immer zu Beginn steht.

Orgon-Lama

Rangjung Dorje - Lama John

e-mail

www.lama-john.de

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Lama John in Pharping, Nepal, vor der großen Padhmasambhawa Statue, dem Ort an dem er seine Dorje Purba Meditation (tantrische Meditation gegen psychische Hindernisse) vervollkommnete