Wilhelm Reich zum 100. Geburtstag

Der Mann, der die Lebensenergie entdeckte


Der Mann, der die Lebensenergie entdeckte - das war Wilhelm Reich. Seine Bewunderer feiern in diesem Jahr seinen hundertsten Geburtstag. Er, der die Lebensenergie entdeckte, erforschte und beschrieb wurde zum Dank dafür von der Gesellschaft des 20. Jahrhunderts bekämpft, verurteilt und inhaftiert. Er starb im Gefängnis wie ein gemeiner Verbrecher. Jedoch jeder der mit seiner Lehre in Berührung kam, ob Freund oder Feind, wurde von ihr erschüttert. Nachdem sich die Lehre Reichs zwischen 1923 und 1957 in der Welt etablierte, ist sie seitdem aus dem Bewußtsein der Allgemeinheit nicht mehr fortzudenken. - Die Orgonomie war gekommen, um zu bleiben. Aber jeder Reichtum zieht auch Diebe an, die weniger am Schutz des Lebendigen interessiert sind, sondern sich mehr dafür interessieren, wie man die Sehnsucht der Menschen nach ihrem Kern noch besser und raffinierter auspressen kann. Zu diesem Zwecke müssen die Theorien der Entdecker in die entsprechende Richtung verbogen werden, oder besser noch Reich selbst wird ihr eigenes Sprachrohr. Reich nannte diesen Typus den Freiheitshausierer. Und so ist es auch nicht verwunderlich, daß gerade die Freiheitshausierer selbst Reichs Theorie, sowie die Theorie über den Freiheitshausierer begierig aufgreifen. So müssen wir uns in diesen Tagen fragen, welcher Wilhelm Reich hier gefeiert wird. Das Original - oder das Plagiat?

Um Wilhelm Reich zu ehren, wollen wir zu seinem 100. Geburtstag Zeitzeugen sprechen lassen, also echte Kenner von Reich, die mit ihm studierten und mit ihm durch eine gemeinsame Arbeit oder Interessen verbunden waren.

Diese Personen kommen aus einer Zeitepoche, in der die Verwertung und Verdrehung Reichs noch nicht "angesagt" war.

Die entsprechenden Artikel werden in der kommenden Zeit in dieser Rubrik erscheinen. Wir möchten darauf hinweisen, daß wir über die hier erscheinenden Artikel das Copyright besitzen.

Reich im Kreise seiner Studenten während der ersten orgonomischen Konferenz auf Orgonon, August 1948

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Joachim Trettin & Beate Freihold © copyright

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